Geschichte

12. Jahrhundert

1150 bis 1199

Besiedlung unserer Region durch vorwiegend fränkische und thüringische Siedler; Gründung von Bernsdorf als „Dorf eines Berno“ (Kurzform von Bernhard o. ä.); Gründung von Hermsdorf als „Dorf eines Herman“; Gründung von Rüsdorf als „Dorf eines Rudigers“; Alle drei Orte wurden als typische Waldhufendörfer angelegt.

13. Jahrhundert

1286

Urkundliche Ersterwähnung von Bernsdorf in den Naumburger Bistumsmatrikel. von 1286; (Kopie 1471/79 angefertigt von Christian Schöttgen mit der Bezeichnung „Bernstorf“).

15. Jahrhundert

1429

Hussiten sind in Bernsdorf.

1460

Hermsdorf und Rüsdorf werden erstmals urkundlich im „Terminierbuch des Zwickauer Franziskaner Klosters“ erwähnt.

16. Jahrhundert

1521

Die Glocken der Bernsdorfer Kirche werden durch den Glocken- und Geschützgießer Martin Hilliger (Hilger) (1484 – 1544) aus Freiberg gegossen.

1542

Reformation in Bernsdorf.

zwischen 1560 und 1590

Die erste Mühle von Rüsdorf entsteht. 1590 gehört sie den Gebrüdern von Auerswald, Jochen und Ernst Georg.

17. Jahrhundert

1613

Die wütende Pest lässt Bernsdorf fast aussterben.

1614

Catharina von Schönburg-Waldenburg lässt an Stelle des nicht mehr vorhandenen Brandvorwerks in Rüsdorf ein Rittergut erbauen.

1618-1648

Der 30-jährige Krieg verschont auch Bernsdorf nicht.

1661

Bauernaufstand gegen die harte Fron der Schönburgischen Herrschaft in Lichtenstein unter Beteiligung von Bernsdorfer Bauern. Er endet mit einer blutigen Niederschlagung.

18. Jahrhundert

um 1740

Die älteste Freimaurerloge Sachsens verlegte ihren Sitz von Sachsenfeld/Erzgebirge nach Rüsdorf ins Rittergut.

1743

Die Kirchgemeinde erhält eine Orgel.

1756-1763

Durch den Siebenjährigen Krieg werden die Bewohner von Bernsdorf harten Prüfungen unterzogen.

1771-1772

Eine durch Unwetter verursachte Hungersnot fordert viele Menschenleben in allen drei Orten.

19. Jahrhundert

1800

Der Dichter Heinrich von Kleist (1777-1811) durchquert mittels einer Postkutsche Bernsdorf.

1808-1809

Der Widerstand gegen Napoleon formiert sich. Durchziehende französische Truppen dezimieren die Vorräte in Bernsdorf.

1812

Am 16. Mai 1812 fährt Napoleon mit seiner Gemahlin durch Bernsdorf in Richtung Dresden. 7 Monate später, am 16. Dezember 1812, durchquert er als Geschlagener aus dem Feldzug gegen Russland erneut den Ort.

1812-1813

Bau der „Hirschbrücke“ auf der wichtigsten Verbindungsstrecke Dresden-Hof.

1813

Im April 1813 reiste der Erzähler E. T. A. Hoffmann (1776-1822) auf seinem Weg von Bamberg nach Dresden durch Bernsdorf.

1821

Geburt von Otto Delitsch am 05. März 1821 in Bernsdorf. (siehe Persönlichkeiten)

1827

König Anton der Gütige von Sachsen durchfährt auf der Durchreise nach Zwickau den Ort Bernsdorf.

1857

Große Kirchenrenovierung, in deren Folge die Kirche ihre jetzige Gestalt erhält.

1890

Geburt von Max Opitz am 11. September 1890 in Bernsdorf. (siehe Persönlichkeiten)

20. Jahrhundert

1902-1905

Bau des Stromnetzes in Bernsdorf. Der Ort erhält Strom aus dem Lungwitzer Elektrizitätswerk.

1911

Am 22. März 1911 fassten die Gemeinderäte von Oberlungwitz und Hermsdorf den Beschluss über die Eingemeindung von Oberhermsdorf nach Oberlungwitz. Für Hermsdorf gab es einen finanziellen Ausgleich.

1918

Installationsbeginn der Straßenbeleuchtung in Bernsdorf.

1919

Die ehemalige Kirchenschule in Bernsdorf wird Rathaus.

1921

Eine Posthilfsstelle mit Telegrafen und öffentlicher Fernsprechzelle wird in Bernsdorf errichtet.

1927

Die Stadt Lichtenstein bemüht sich um eine Eingemeindung von Rüsdorf.

1928

Inbetriebnahme der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Bernsdorf.
Geburt von Gerhard Thieme am 15. März 1928 in Rüsdorf. (siehe Persönlichkeiten)

1936

Zum 01. Juni 1936 wird Rüsdorf nach Bernsdorf eingemeindet. (Auch Hermsdorf bemühte sich zu dieser Zeit um eine „Ortsehe“.)

1939-1945

103 Bürger aus den Orten fallen im 2. Weltkrieg.

1942

Geburt von Volker Bigl am 13. Februar 1942 in Bernsdorf. (siehe Persönlichkeiten)

1945

Im Frühjahr 1945 ziehen Häftlingstodesmärsche durch Bernsdorf und Rüsdorf.
Am 13. April 1945 besetzen amerikanische Truppen Hermsdorf.
Am 18. April 1945 besetzen amerikanische Truppen kampflos Bernsdorf.
Am 14. Juni erfolgt der Austausch der amerikanischen Truppen gegen die Truppen der Roten Armee.

1963

Gründung des Pionier- heute Jugendblasorchesters Bernsdorf in einer Stärke von 45 Mitgliedern.

1986

Eine Freilichtbühne entsteht in Bernsdorf.
Anlässlich der 700-Jahrfeier erhält Bernsdorf ein Flugzeug vom Typ TU 134 als Besichtigungsobjekt.

1989/1990

Runder Tisch und Wende in den Orten.

1994

Zum 01. August 1994 wird Hermsdorf nach Bernsdorf eingemeindet.

21. Jahrhundert

2002

Das Jahrhunderthochwasser richtet auch in Bernsdorf und in seinen Ortsteilen verheerende Schäden an Brücken, Stützmauern und auf Privatgrundstücken an.

2004

Erneut verursacht Hochwasser im gesamten Ortsgebiet erhebliche Schäden.

2010

Hermsdorf und Rüsdorf feiern ihre 550 jährige Ersterwähnung

2011

feiert Bernsdorf sein 725-jähriges Bestehen mit einer Festwoche und einem Festumzug.